ERLEBNISWELT GOETHE CHOCOLATERIE

Johann Wolfgang von Goethe wäre heute hier Stammgast

Hätte es die Schokoladentaler Manufaktur von Karin Finger in Oldisleben schon vor 200 Jahren gegeben, wäre Johann Wolfgang von Goethe sicher einer ihrer Stammkunden gewesen. Der Dichter mochte Schokolade über alles und in jeder Form. Besonders gern soll er sie in geselliger Runde mittags vor dem Essen getrunken haben. Die Schokoladen und Pralinen von Karin Finger hätte Goethe geliebt. Und sehr wahrscheinlich ist, dass der Meister des Wortes auch über ihre Konfitüren, Chutneys und Kräutergelees in Verzückung geraten wäre – so, wie es heute die Feinschmecker tun, wenn sie sich die Köstlichkeiten teelöffelchenweise auf der Zunge zergehen lassen.

ZUM SEHEN, STAUNEN, MITMACHEN UND GENIESSEN

Johann Wolfgang von Goethe wäre garantiert auch oft und gern in die Erlebniswelt der Gothe Schokoladentaler Manufaktur eingetaucht, denn die ist groß, bunt, süß und ein Paradies für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Doch was verbirgt sich hinter dem Namen „Erlebniswelt Goethe Chocolaterie“? Zunächst einmal eine Schaumanufaktur, in der die handwerkliche Herstellung von Pralinen und Schokoladen aus nächster Nähe beobachtet werden kann. Dabei ist zu erleben, wie exquisite Schokoladen und Bio-Schokoladen, die unter anderem aus Lateinamerika kommen, handgeschöpft werden. Außerdem finden hier verschiedene Kurse statt, wie zum Beispiel dienstags bis samstags, jeweils 11 Uhr, das Schokoladentaler- Gießen mit dem Chocolatier, aber auch Kaffee-, Tortenkunst- und Pralinenkurse. Nicht zuletzt können Kinder hier mit viel Schokolade ihren Geburtstag feiern. Sind Röstzeiten angesagt, duftet die Erlebniswelt herrlich nach Kaffeebohnen und die „Weltreisenden“ erfahrenaus erster Hand, wie das Kaffeerösten geht. Verkosten können die Gäste den Kaffee gleich nebenan im Café der Erlebniswelt, das an warmen Tagen auch draußen öffnet. Dazu gibt es feine Kuchen aus der eigenen Torten- und Baumkuchenbäckerei. Oder ein Eis. Auch das wird hier selbst gemacht – aus hochwertiger Schokolade, aus Erdbeeren von Kindelbrück, Aprikosen aus Südtirol und Kräutern aus dem eigenen Kräutergarten. Aus all diesen und weiteren Zutaten entstehen in der „Eisküche“ einmalige Sorten wie Erdbeer-Minze, Himbeer-Basilikum oder Rucola-Eis. Im Winter lockt Eis aus weißer Schokolade mit Zimt, Zartbitter-Schokolade mit Lebkuchen oder Vollmilch-Schokolade mit Baumkuchen. Wer es deftiger mag, probiert das im Holzbackofen gebackene Brot mit einer im Grill-Haus gebrutzelten Thüringer Bratwurst, die erst wirklich perfekt schmeckt, wenn sie in den hauseigenen Senf oder die selbst gemachte Curry Sauce gestippt wird.

MÄRCHEN AUS SCHOKOLADE

Nach dem Essen ist vor dem Spiel: Und so werden die Kinder mit Freude nach draußen stürmen – auf den großen Holzspielplatz oder hin zum Hasengehege. Schön ist es aber auch drinnen in der Schokoladenausstellung. Jedes Jahr vom 1. November bis zum 31. Januar des Folgejahres lädt hier eine andere schokoladige Märchenausstellung zum Besuch und zu Mitmachaktionen ein. In diesem Jahr wird das Märchen „Tischlein, deck dich“ gezeigt. Mit dabei ist Esel Fridulin, der Schokolade genauso innig liebt, wie einst Herr von Goethe.